Haut schützen – wundsein vorbeugen
Die Haut älterer Menschen ist empfindlicher; längerer Kontakt mit Feuchtigkeit kann sie schnell wund machen. Mit rechtzeitigem Wechseln, sanfter Reinigung und Hautschutz lässt sich das gut vermeiden.
Die wichtigsten Regeln
- Rechtzeitig wechseln, bevor das Produkt durchnässt ist.
- Sanft reinigen ohne starkes Reiben, mit milden, hautneutralen Produkten.
- Gut abtrocknen und bei Bedarf eine dünne Hautschutzcreme (Barrierecreme) auftragen.
- Atmungsaktive Produkte wählen, die Feuchtigkeit schnell von der Haut wegleiten.
Was die Pflegekasse beisteuert
Handschuhe, Desinfektion und Einmal-Bettschutz – also Verbrauchshilfsmittel für die Pflege – übernimmt bei Pflegegrad die Pflegekasse als Pflegebox. Das erleichtert den hygienischen Wechsel.
Wann zum Arzt?
Gerötete, nässende oder offene Haut gehört ärztlich beurteilt – auch, um eine feuchtigkeitsbedingte Hautschädigung von einem Druckgeschwür (Dekubitus) zu unterscheiden. Bei Fragen zur passenden, hautfreundlichen Versorgung hilft eine Beratung.
Häufige Fragen
Welche Creme hilft? Milde Hautschutz-/Barriereprodukte. Bei bestehender Hautschädigung bitte ärztlich abklären.
Wie oft wechseln? Sobald der Nässeindikator anzeigt bzw. das Produkt durchfeuchtet ist – rechtzeitig statt zu spät.
Quellen & Stand: Initiative Chronische Wunden (Hautschutz/IAD); ZQP; Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V. Stand: 06/2026.